Welpenaufzucht

“Ceud míle fáilte”
Das ist schottisches Gälisch und bedeutet “Hunderttausend Willkommen!”
Hier ein Link zu Bedeutung und Aussprache

Immer wieder liest man, wie wichtig für das weitere Hundeleben eine “gute Prägung” ist. Hunde sind allerdings entwicklungstechnisch Spätentwickler und der Begriff “Prägung” ist hier fehl am Platz. Prägung findet man bei den Nestflüchtern, die in den ersten Lebensstunden von der Mutter “geprägt” werden: bei Entenküken zum Beispiel oder bei Fohlen. Prägung ist etwas Unwiderrufliches. Ist das kurze, kritische Zeitfenster dafür vorbei, lässt es sich nicht mehr nachholen.

Bei den Nesthockern wie unseren Hunden sieht das anders aus. Hier haben wir ein intensives Lernfenster in der Zeit von der 3. bis zur 10. Woche. Begrifflich reden wir hier besser von “Sozialisation” (Link).
Verpasstes in dieser Zeit ist durchaus zu einem guten Teil nachholbar, allerdings ist der Aufwand dafür später höher. Mensch und Hund haben nie so viele Synapsen wie bei der Geburt. Welche davon aktiviert werden, liegt an uns.
Diese Zeit gilt es also zu nutzen…..

Ausführlich und reichlich bebildert beschreibe ich unsere Aufzucht in den jeweiligen “Tagebüchern”:

B-Wurf (2009)
C-Wurf (2010)
D-Wurf (2011)
E-Wurf (2012)
F-Wurf (2013)
G-Wurf (2014)
H-Wurf (2015)
I-Wurf (2016)

Das Tagebuch des A-Wurfs ging bei einer Homepage-Umstellung leider verloren, lebt aber noch etwas in den untenstehenden Bildern weiter….

In aktuell 385 Kalalassie-Videos (Stand Mai 2017) finden Sie unsere Aufzucht und Hundehaltung dokumentiert.

Hier nun also eine Zusammenfassung von Bildern unserer bisherigen Würfe. Wir müssen natürlich einschränken, dass wir nicht mit JEDEM Wurf ALLES wieder genauso verwirklichen können – doch wir werden wieder unser Bestes geben – für das Beste der Hunde!

Die Welpen werden in unserem Schlafzimmer geboren und bleiben dort für die ersten 2-3 Wochen. So hat die Hündin einerseits die Ruhe die sie braucht, gleichzeitig ist das Schlafzimmer zugfrei und gut beheizbar und ich kann auch nachts immer bei der jungen Familie sein.

B-Wurf C-Wurf
D-Wurf G-Wurf
img_4471vp_398I-Wurf

Die Geburt

Ich finde es wichtig, bei der Geburt nicht zu sehr einzugreifen.  Meine Hündinnen haben bisher alle ganz wunderbar alleine abgenabelt (und die Nachgeburten gefressen 🙂 ).  Es ist ein Geschenk, dabeisein zu dürfen und im Notfall eingreifen zu können, aber prinzipiell können es die Hunde alleine.  So manches youtube-Video zeigt, wie der Hündin sofort alles abgenommen wird: der neugeborene Welpe wird vom Züchter “ausgepackt”, abgenabelt, trockengerubbelt und zum Wiegen weggenommen.  Die Hundemütter tun mir da immer leid.  Hier nun ein Videos von Bienes erstgeborenem Welpen.  Sie hatte also noch keinerlei Geburtserfahrung – und hat es doch ganz wunderbar alleine gemeistert:

Und hier ein Video vom Geburtsanfang unseres G-Wurfes:

Da die Geburt des G-Wurfes bei hellem Tageslicht stattfand, konnten wunderbare Fotos entstehen:

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Erste Besucher

Wenn die Hundemutter damit keinen Stress hat (und bisher war das für keine meiner Hündinnen ein Problem), dürfen die späteren Adoptivfamilien schon von Anfang an zu Besuch kommen. Es macht für mich keinen Sinn, dass man bei Hundewelpen strengere Hygienevorschriften beachten soll als bei Menschenbabys…

Natürlich will ich keinen Besuch direkt von einer Hundeausstellung oder vom Hundeplatz und gründliches Händewaschen und ein Schuhwechsel ist auch angesagt. Aber eine drei- bis vierwöchige “Quarantäne” finde ich übertrieben.

Davon abgesehen sind die Welpen gerade anfangs noch sehr gut geschützt durch die maternalen Antikörper, die sie mit der Muttermilch aufnehmen und die ihnen eine vorübergehende passive Immunität verschafft. Erst später wird es zu Impflücken, auch immunologische Lücke genannt, kommen – und interessanterweise sogar oft dann, wenn sie schon im neuen Zuhause sind und die Impfung beim Züchter eben wegen der noch vorhandenen Antikörper nicht angeschlagen hat.

Für mich also kein Grund, mir gut bekannte Besucher nicht zu den Welpen zu lassen. Wie entspannt die Hündinnen bei den Besuchen sind, sieht man auf diesen Bildern:


B-Wurf

C-Wurf

C-Wurf

H-Wurf

Konditionierte Entspannung

Verglichen mit unseren Hunden leben wir in einer geruchlich deutlich reduzierten Welt. Dennoch kennen wir es alle, wie uns Gerüche in vergangene Zeiten zurückkatapultieren. Ich selber bin kein Nasenmensch (deshalb brauch ich Hunde, die das übernehmen 😉 ) und manchmal kann ich solche Geruchserinnerungen nicht einmal klar identifizieren. Aber mit ihnen sind starke Emotionen verknüpft, meist aus der Kindheit. Mehr darüber fand ich unter anderem hier.

Wenn ich nun bei meinen Welpen einen Diffuser mit Lavendelgeruch laufen lasse, hoffe ich, damit ähnliche Effekte zu erzielen – die dazu jederzeit für die späteren Welpenkäufer wiederholbar sind. Sicher, entspannt und satt bei der Mutter…. das soll der Lavendelgeruch übermitteln. Anders als bei früheren Würfen, lasse ich es diesmal nur in den ersten beiden Wochen laufen. Danach werden sie ins Wohnzimmer umziehen und die Aktivität wird eine ganz andere werden.

Unser Welpenauslauf

Sehr schnell werden die Zwerge mobiler und brauchen mehr Platz und Anregungen. Wir bauen ihnen dafür einen Babyauslauf im Wohnzimmer auf….


E-Wurf

F-Wurf

G-Wurf

H-Wurf

Solange sie gesäugt werden, schlafe ich in unmittelbarer Nähe:

welpen1F-Wurf

welpen2G-Wurf

Bald brauchen sie mehr Raum zur Entfaltung und der Babyauslauf wird erweitert:


F-Wurf

H-Wurf

Stubenreinheit

Unsere Wurfkiste ist absichtlich eher klein. Sie soll ein geschützter Ort für die allererste Zeit sein, aber kein Spielplatz für die mobiler werdenden Welpen. Denn sobald sie aktiver werden, soll der erste Grundstein für die Sauberkeitserziehung gesetzt werden und sie sollen lernen: das Klo ist draußen!!!

Anfangs sind sie sowieso noch sehr sauber. Erstens wird die Muttermilch optimal ausgewertet und der Output ist noch sehr gering. Zweitens sorgt die Mama noch für Sauberkeit. Das ändert sich aber erfahrungsgemäß mit Beginn der Zufütterung gewaltig …. und dann bin ich für alles dankbar, was im Welpenklo landet ;-)!

Schon bei vier Würfen hat sich nun unser Grasklo bestens bewährt. Denn dabei wird auch gleich der Untergrund “Gras” konditioniert:


Calla, C-Wurf

Robin, D-Wurf

Und hier noch ein “Grasklo-Film” mit knapp drei Wochen alten Welpen – bitte clicken Sie auf das Foto:

welpen8_500

Wir hatten Glück – wir hatten bisher nur Frühlings- und Sommerwürfe. So konnten wir Tag und Nacht mit offenen Terrassentüren leben und die Welpen gingen bald ganz von selber zum Lösen in den Garten. Eine Erleichterung für uns und eine große Hilfe bei der späteren Stubenreinheit:

Kurzhaarcollie-Welpen Kurzhaarcollie-Welpen

Welpenfütterung

Bisher hatten wir nur größere Würfe, bei denen wir in einem Alter von drei Wochen zufütterten. Die Hundemütter dürfen und sollen entlastet werden, wenn die Kleinen soweit sind. Gesundheitliche Vorteile durch überlanges Säugenlassen gibt es nicht, weder beim Menschen noch beim Hund. Quelle
Wir fangen grundsätzlich mit bestem Tartar (18 €/Kilo :-D!) an. Absichtlich beginnen wir nicht mit mit künstlicher Welpenmilch oder Fertigfutter. Lieber wollen wir die Futterkomponenten einzeln und mit Zeitversatz einführen.
Später gibt es zum Fleisch gekochte, pürierte Möhren. Erst danach wird`s abwechslungsreicher mit verschiednen Fleischsorten, selbstgemachtem Kefir, geriebenem Apfel oder Banane und auch den ersten ganzen Pansenstücken und Fleischknochen im Garten zum Beschäftigen.
Ausgewähltes Fertigfutter gibt es durch Handfütterung und Futterspiele.
Absichtlich füttern wir diese ersten Tartar-Mahlzeiten aus der Hand. Die Welpen sollen diese Köstlichkeiten mit dem Menschen verbinden….


B-Wur

D-Wurf

Die erste Fleischmahlzeit des D-Wurfs haben wir gefilmt: Video

Kommpfiff

Von Anfang an locken wir die Welpen mit der Pfeife zum Futternapf. Eine Pfeife, die wir jedem Welpenkäufer wärmstens ans Herz legen.
Immer wieder ist uns dieser Pfiff dann „draußen” sehr hilfreich, wenn wir die Bande schnell zu uns rufen wollen.

Sehr bald ist der Kommpfiff schon so fest im Welpenhirn verankert, dass sie aus dem Schlaf hochschrecken, wenn ich die Pfeife nur in die Hand nehme: das ganz leise Klappergeräusch des Pfeifenkarabiners hat sich schon fest eingeprägt.
Um die Vorteile einer sehr gut funktionierenden Pfeife ein Hundeleben lang genießen zu können, darf das Signal nicht “verschwendet” werden. Ich benutze die Pfeife also die gesamten ersten sechs oder sieben Lebensmonate nur, wenn ich mir absolut sicher bin, dass der Hund auch wirklich kommen will. So pfeife ich ihn zum Futter oder spiele mit einer Hilfsperson “Verstecken” und auf Pfiff darf der oder die Kleine zu mir rennen.
Für die Welpen- und Junghundezeit konditioniere ich daher ein weiteres Welpen-Abrufesignal, das später ersetzt werden kann durch die Pfeife. Bewährt hat sich ein Blechdösle, wie oben abgebildet, mit klappernden Leckerlis drin (Katzentrockenfutter???). Dieses Signal darf man auch unter Ablenkung einsetzen (schön, wenn`s klappt, macht nicht viel, wenn nicht) und auch Kinder dürfen es benutzen. Später wird es dann durch die Pfeife ersetzt.
Ich muss also tüchtig leckere Schokolade essen, damit die Welpenkäufer so eine nette Dose mit auf den Weg bekommen 🙂 :


A-Wurf

“Open House”

Leer ist es bei uns fast nie. Während der Welpenzeit haben wir ein offenes Haus für die späteren Besitzer, für Freunde und Verwandte. Häufiger Besuch wird ausgesprochen gerne gesehen. Sozialisation auf Menschen ist für mich eine wichtige Priorität.
Dr. Ian Dunbar, der Verhaltens- und Hundetrainingsexperte, welcher sowohl einen Abschluss als Veterinärmediziner als auch als Tier-Verhaltensexperte sowie über 30 Jahre praktische Erfahrung aufzuweisen hat, fordert auf, dem Welpen 100 Menschenbegegnungen in den ersten acht Lebenswochen, sowie weiteren 100 in den folgenden vier Wochen zu ermöglichen: “As a rule of thumb a puppy needs to be handled and trained by at least 100 people before eight weeks of age and then by another 100 people between eight and twelve weeks of age.” Quelle.

Beim H-Wurf zählten wir mit und kamen auf über 130 verschiedene Besucher und über 120 Wiederholer:


B-Wurf

D-Wurf

E-Wurf
F-Wurf
img_5234p_398h-wurfH-Wurf lightroom-6520_398I-Wurf

Bald lockt die frische Luft und die Terrasse und der Garten dürfen nach und nach erkundet werden. Die Stufen überbrücken wir mit einer „Welpenrampe”, die immer sehr gern angenommen wird.


D-Wurf

Wo immer möglich, gibt es kleine Mutproben: am Beginn der Rampe muss ein Spiegel überquert werden (buchstäblich ein „spiegelglatter” Fußboden), in der Mitte gibt es einen “Wassergraben”, am Ende geht es über ein Gitter. Flatternde Bänder und klappernde Konservendosen hängen im Weg.
Auch drinnen geht es immer lebhafter zu. Der Staubsauger, knallende Türen, laute Musik und Filmgeräusche gehören sowieso zum Alltag. Inzwischen gibt es auch noch einen gefährlich fauchenden Dampfreiniger….
Besonderen Spaß habe ich daran, bewegliche Turngeräte und Krachmacher für die Kleinen zu erfinden. Das rollt, schaukelt, wippt, federt, knallt und scheppert, dass es eine Freude ist 🙂 .

Hier ein Video, wie es dann bei uns zugeht!

Ein weiteres Video vom Spaß auf der Satellitenschüssel…

Und noch ein Video vom Wasserhindernis auf der Rampe.

Kinder werden von Anfang an mit eingebunden:

Ein Video von Leana mit dem F-Wurf findet man hier.

Von der quietschenden Pia mit dem E-Wurf gibt es hier ein Video.

Und hier ist Salome mit dem E-Wurf.

Geräuschdesensibilisierung

Von Sound-CDs, wie sie gern zur Welpensozialisation verwendet werden, halte ich wenig. Die Frequenzen sind völlig andere als bei den Originalgeräuschen. Meine Emily war im mittleren Alter sehr schussempfindlich. Hörte sie einen Jäger in zwei Kilometer Entfernung einen Schuss abgeben, war für sie der Spaziergang gelaufen und sie wollte wieder heim. Dagegen konnte sie ohne weiteres direkt unter dem Fernseher die wildeste Krimi-Schießerei seelenruhig verschlafen.

Wir beginnen also früh damit, knallende Luftballons und Zimmerfeuerwerk einzusetzen. Eng verbunden mit Feuerwerk ist für Hunde natürlich der starke Geruch. Bestens geeignet sind Wunderkerzen, um dies positiv zu besetzen. Wir haben Videos gemacht, die zeigen, wie wir arbeiten:


F-Wurf


H-Wurf

Und noch ein Video mit unserer berühmten “Kalalassie-Welpenglocke” in Aktion 🙂 :

welpen9

Ausflüge

Ab der sechsten Woche ist es dann soweit: es geht hinaus zum ersten Ausflug mit Picknick…
Anfangs aufregend für alle Beteiligten, wird es bald zur täglichen Routine. Natürlich gehört immer eine Autofahrt dazu.
Insgesamt schaffen wir in den ersten acht Wochen plus/minus 20 Fahrten, zum Teil durchaus längere. Der Erfolg gibt uns recht: bisher hatte noch keiner unserer Welpen Probleme mit dem Autofahren und selbst lange Strecken ins neue Zuhause wurden locker weggesteckt.
Wie gut das klappt, zeigen die Rückmeldungen. Hier von den ersten Tagen im neuen Zuhause:

“Autofahren geht super. Und ich staune, wie oft ich im Alltag mit dem Auto unterwegs bin. Das war mir bisher überhaupt nicht bewusst. Aber zwei/drei Touren täglich mit Hund unternehme ich bestimmt. Auch geht sie schon freiwillig in ihre Autobox.”
“Sie liebt das Autofahren (angeschnallt auf dem Rücksitz) und legt sich sofort bequem hin. Manchmal möchte sie gar nicht mehr raus :-).”

Nach der Abgabe des G-Wurfs blieb Norris länger hier und wurde von mir selber täglich durch die Gegend kutschiert. Anlässlich eines besonders kilometerreichen Wochenendes mit dem 11 Wochen alten Welpen fragte ich bei den Besitzern an, wie es denn bei ihnen ginge:

Nachdem ich mit meinem Tierschutzhund Caspar selbst einen Hund hatte, der unter Autofahrten litt und ich den Eindruck habe, dass Kurzhaarcollies hier sensibler reagieren als andere Rassen, ist es mir wichtig, hier schon frühzeitig eine positive Basis zu legen. Nach inzwischen acht aufgezogenen Würfen weiß ich, dass das zuverlässig geht. Nur einen Hund, der unproblematisch Auto fährt, nimmt man auch gerne und häufig mit – und unsere Collies lieben es “dabeisein” zu dürfen….
Wichtig sind allerdings möglichst tägliche Ausfahrten. Ich beginne mit sechs Wochen mit kurzen Strecken und fahre gegen Ende auch gerne lange Autobahnfahrten. Auch die mit einer weiten Autofahrt verbundene Abgabe war so noch nie ein Problem.
Bei unseren Ausflügen sind wir natürlich ständig auf nette Begleitung angewiesen. Jeder Welpenbesucher wird eingespannt – ein besonderes Erlebnis für unsere Besucher und unentbehrlich für uns.


B-Wurf

D-Wurf

G-Wurf

H-Wurf
Von Anfang an konditioniere ich die Welpen beim Fressen auf einen Pfeifton, der nun bei möglichen Gefahren ungemein hilfreich ist. Den Welpen geben wir dann eine solche Pfeife mit auf den Weg ins neue Zuhause.
Durch den instinktiv gegebenen Folgetrieb haben wir nie Schwierigkeiten, die Kleinen in unserer Nähe zu behalten – sie folgen uns genauso bereitwillig wie ihrer Mutter….  hier unser B-Wurf:
welpen3

Jede Fahrt ist für uns etwas Besonderes und wunderbare Erinnerungen sind damit verbunden:


B-Wurf

C-Wurf
Auch bei Regenwetter geht es hinaus. Denn dann wird der nasse Garten eher gemieden und die Kleinen langweilen sich zu Hause:

A-Wurf

An Regentagen findet man auch spannende Pfützen und mehr….


D-Wurf

A-Wurf

Bewährt hat sich auch das romantische Picknick an der Autobahn – auch, wenn die Unterhaltung etwas mühsam ist 😉 :


B-Wurf

C-Wurf

D-Wurf

F-Wurf

Keine Angst vor großen Tieren:


C-Wurf

A-Wurf

D-Wurf

E-Wurf

Erstes Jogger-Ignorieren mit dem A-Wurf ;-):

Welpen 07

Einen Stadtspaziergang an der Leine schaffe ich meist mit den Kleinen in den ersten acht Wochen:


D-Wurf

A-Wurf

F-Wurf

G-Wurf

Unser Ziel sind 18-20 Ausflüge mit dem Auto bis zur Abgabe mit acht Wochen. Beim G-Wurf dokumentierte ich es mit jeweils einem Foto:

Und hier die Ausflugs-Galerie des H-Wurfs:

Erste Erziehung

Leben ist lernen. Auch unsere Welpen lernen von Anfang an. Wo gibt es Wärme und Nahrung? Richtig, bei der Mutter….
Die Welpen wachsen von Anfang an in einem menschlichen Umfeld auf. Das bedeutet auch, dass schon der Züchter erste Lernerfahrungen vermittelt.
Mehrmals täglich wird beispielsweise der Welpenauslauf gereinigt. Der Züchter hantiert mit Besen/Wischer/Staubsauger. Was und wie soll Ihr Welpe nun lernen? Der Besen ist kein Spielzeug, der Staubsauger muss nicht verbellt werden und der Wischer nicht bekämpft….
Oder: Besucher kommen und alle Welpen hängen ihnen in und an der Hose. Kinder haben manchmal so herrliche lange Haare, die zum Reinbeißen verlocken. Wie soll man nun vorgehen??

Sinnvoll ist, sich zu überlegen, wie man selber später mit solchen Situationen umgehen will und sich einen Züchter zu suchen, der schon erste Grundlagen in der für einen selber “richtigen” Richtung legt. Sprechen Sie “Ihren” Züchter darauf an!
Eine Möglichkeit ist, ein Abbruchsignal zu konditionieren. Der Welpe soll lernen, dass dies oder jenes ein Tabu ist und unerwünscht ist. Verbunden wird das mit einem eindeutigen Geräusch, das der Welpe schon früh kennenlernt. Das kann beispielsweise ein “kscht”, ein “äh-äh” oder ein “nein!” sein.

Ich selber habe mich dagegen entschieden. Meine Welpen lernen kein Abbruchsignal kennen. Kinder, die von den Welpen zu heftig angespielt werden, werden erst einmal gerettet 😉 ! Es gibt ja einen Zaun und im Garten eine hohe Stufe. Ist das Kind nicht mehr ganz klein, kann es nach dem ersten Schrecken sogar versuchen, die wilde Bande selber mit einem Spielzeug umzulenken.
Der Staubsauger friert ein, wenn er angekläfft wird. Seltsamerweise regnet es manchmal Leckerlies, wenn man sich ein wenig zurückhält. Das beschäftigt, während man aus den Augenwinkeln zusieht, während sich das Ungetüm laaaangsam bewegt. Sind es viele kleine wilde Kerle, muss auch oft einfach Managment sein: die Terrassentür ist zu, die Bande draußen, und man kann in Ruhe drinnen putzen. Fertig. Wenn sie dann wieder reinstürmen, kann sich der Wischer vielleicht noch sanft bewegen, aber keiner wird mehr gestresst.

Und immer wieder überdenkt man alles und sucht nach neuen, besseren Möglichkeiten. Im H-Wurf habe ich ein “nettes Sitzen” konditioniert. Ab einem Alter von etwa fünf Wochen können sie Leckerlies annehmen und ich habe durch Shapen das Sitzen bestärkt. Dies erwies sich als ein wunderbares Alternativverhalten für alle möglichen Situationen. Gleichzeitig üben sie sich in Impulskontrolle. Sie springen nicht hoch in Richtung Leckerlie, sondern müssen sich, im Gegenteil, zurücknehmen und das Hinterteil runtersetzen. Besucher haben mit Freude mitgeholfen und mein Eindruck war, noch nie so einen leisen, netten Wurf gehabt zu haben wie bei meinem H-Wurf, dem reinen Rüdenwurf. Ich werde das auf jeden Fall fortsetzen…. Hier haben wir es gefilmt:

welpen10
Und das gleiche beim I-Wurf, einem 10er Wurf:

Wie hilfreich dieses nette Sitzen als Alternativhandlung in der Alltagserziehung ist, sieht man hier:

welpen11

Aus den verschiedensten Gründen bleiben Welpen manchmal 10 oder gar 11 Wochen bei uns. Da wachsen die Herausforderungen – an uns und an die Kleinen. Jede Gelegenheit wird genutzt. Es geht zum Bahnhof…


A-Wurf

D-Wurf

…und wenn sich die Gelegenheit ergibt, sogar zum Flughafen:

Welpen 07

A-Wurf

Je nach Ziel lernen sie bereits Unterführungen und Lifte kennen und erholen sich dann beim Mittagessen an einer stark befahrenen Straße. Nun wissen wir endlich, wer sich über solch laute Sitzplätze freuen kann: die Hundezüchter und Welpenkäufer…

Welpen 07 Welpen 07 Welpen 07

A-Wurf

Kurzhaarcollies sind keine Retriever und Wasser ist doch immer wieder eine grooooße Überwindung. Umso wichtiger, dass sie Wasser von Anfang an kennenlernen dürfen. Dennoch – zum Schwimmer werden sie meist nur, wenn sie auch weiterhin viel Wasserkontakt haben können. Dann aber können sie zu wahren Wasserratten werden. Unser Conrad aus dem B-Wurf lebt auf Mallorca und schwimmt auch mal eine Stunde im Meer….

D-Wurf, 6,5 Wochen und 8 Wochen alt:

Hier noch ein Link zu den Kalalassie-Freischwimmer:-) …

Und selbstverständlich bilden wir die Kleinen mit täglichen Lassie-Filmen ;-):

Und nun noch einige Eindrücke, vor allem vom A-Wurf, dessen Wurftagebuch ja leider verloren ging…

Wilde Rennspiele mit Tante Emily (A-Wurf)…

Kurzhaarcollie-Welpen
Kurzhaarcollie-Welpen
Kurzhaarcollie-Welpen

…während die Mütter mehr für die Erziehung zuständig sind (Prima und Maja):

welpen5A-Wurf welpen4B-Wurf

Die Fütterungszeiten werden immer wieder zum Lernen benutzt: hier zB gibt es für den A-Wurf schwimmendes Trockenfutter in der Badewanne – Trockenfuttersuppe, lecker :-):

welpen7 welpen6

Nachts schlafe ich im selben Raum mit ihnen und gehe mit der kleinen Schar einmal in den Garten, wenn sie wach werden. Das genügt meist für eine – fast – trockene Nacht.
Immer einzeln dürfen die Welpen zum Schluss auch eine Nacht mit mir auf der Matratze oder im Bett verbringen – intensive Menschenbindung!
Ja, so haben sie zum Schluss alle die „Bettbegleithundeprüfung” bestanden…. 🙂 !

Hier ist es gerade Zeit fürs Mittagsschläfchen – oben links liegt Magic, auf dem Hals unverkennbar Moondog 🙂 :

Kurzhaarcollie-Welpen

A-Wurf

Damit der Abschied nicht so schwer fällt, bekommt jeder ein Stofftier mit “Nestgeruch” mit nach Hause:

F-Wurf

Leider hilft das nur den Welpen. Ich vermisse sie anfangs ganz schrecklich….
Jede Aufzucht ist ein Abenteuer. Wir genießen es in vollen Zügen, nützen jeden Tag. Doch der Abschied kommt – und das ist auch gut so… Sie brauchen individuelle Förderung und sind bereit für die große Welt (und ich bin urlaubsreif 🙂 !).
Dennoch ist es jedes Mal traurig, wenn dann die letzten gehen. Doch wir hoffen, dass wir ab und zu an ihrem Leben teilnehmen dürfen und wünschen jedem einzelnen ein langes, erfülltes und glückliches Hundeleben, verbunden mit dem Versprechen immer für sie da zu sein, wenn es nötig werden sollte….

Welpen 07

A-Wurf (von links: Oreo, Maja, Lilly)

Tschüss ihr Süßen!

Ausführlich nachlesen können Sie unsere Aufzucht auf unseren Welpentagebüchern:

B-Wurf (2009)
C-Wurf (2010)
D-Wurf (2011)
E-Wurf (2012)
F-Wurf (2013)
G-Wurf (2014)
H-Wurf (2015)

…. und hier noch ein interessanter Link zum “reizvollen” Aufwachsen von Welpen.