Texel

Ende September/Oktober 2014

Eigentlich spricht (fast) alles für einen Urlaub mit Welpen: viele gefahrene Kilometer und ständig neue Herausforderungen bei gleichbleibenden Bezugspersonen. Das einzige Argument dagegen wäre ein herausragender Welpenkurs, bei dem man keine einzige Stunde versäumen will. Da dies bei uns nicht der Fall war, packten wir Norris zusammen mit unseren drei Hündinnen ins Wohnmobil und fuhren 2500 Kilometer nach Nordholland und zurück.

Ohne Einkaufsbummel-Stopps in Alkmaar und Hoorn geht es nicht, aber das Endziel war diesmal Texel. Gesucht war ein netter Campingplatz, der uns mit vier Hunden akzeptiert und einen strandnahen Stellplatz bietet. Mindestens zweimal täglich wollten wir am Strand laufen und Klein-Norris konnten wir keinen weiten Hin-und Rückweg zumuten.

Der Campingplatz Kogerstrand war die perfekte Lösung. Er ist nicht, wie sonst üblich, hinter den Dünen gelegen, sondern direkt in den Dünen und somit extrem strandnah. Für Zelter dazu noch deutlich idyllischer als der übliche Grasplatz mit Reihenhausfeeling. Hier gibt es romantische Dünenkuhlen, die man für sich alleine hat. Auch Wohnwagenfahrer finden nette Plätzchen:

Die Wohnmobilisten dagegen werden etwas vernachlässigt. Viele Stellplätze gibt es nicht und man gruppiert sich um einen Parkplatz herum. Aber auch wir hatten, zumindest außerhalb der Saison, unser eigenes Dünenplätzchen gleich neben dem Fahrzeug und dazu viele Möglichkeiten, den Welpen zu “lüften”:

Uns faszinierte neben der Flora auch die Fauna….. Fasanen und Kaninchen waren in reichlicher Fülle und direkter Nähe zu bewundern und fast zahm:

Da die Hunde auf dem Campingplatz sowieso angeleint waren, wurden sie auch nicht in Versuchung geführt. Der Strand war dann ja wildfreie Zone – von den Möwen mal abgesehen!

Das Einkaufen lässt sich wunderbar zu Fuß, oder noch besser, mit dem Fahrrad erledigen, so dass man weitgehend autofreie Ferien hat.
Tja, wenn nicht, wie bei uns, der Verdacht auf Zwingerhusten aufkommt und man im Nachbarort zum Tierarzt muss ….

Der langgezogene Campingplatz unterteilt sich in einen nördlichen, hundefreien Teil und einen südlichen, die Hundezone. Entsprechend viele Hunde gab es hier! Am breiten Strand hat man jede Menge Möglichkeiten, Kontakte zuzulassen oder so viel Abstand einzulegen, dass ignorierendes Vorbeilaufen möglich ist. Vor allem für den kleinen Norris fand ich das wunderbar! Er lernte von Anfang an, dass nicht jeder Hund begrüßt werden muss. Und jeder Mensch schon gar nicht…. Jogger und Reiter gehörten dann auch schnell zum Alltag.

Je nach Tageszeit und Wetter, erlebten wir alles – vom menschenleeren Strand…

.. bis zum actionreichen Drachenfestival – die Hunde immer mittendrin. Perfekte Welpensozialisation also 🙂 :

Freilauf ist für uns immer ein ausgesprochen wichtiges Kriterium für Urlaubszufriedenheit. Wir fanden hier sogar mehr Möglichkeiten vor als erwartet. “Im Sommer” müssen Hunde an bewachten Strandabschnitten an die Leine – aber Hundeverbot besteht nicht. Jetzt, außerhalb der Saison, war sowieso alles freigegeben. Dünengebiete kenne ich in Nordholland sonst durchwegs mit Anleinpflicht. Hier sind sie zweigeteilt: in den bewaldeten Abschnitten dürfen die Hunde das ganze Jahr freilaufen, im besonders geschützten Dünengürtel hinter dem Strand erst wieder ab 1. September. Das ermöglicht im Herbst wunderbare Rundgänge durch die Dünen und am Strand entlang. Wir haben eine Texel-Karte mit den Freilaufmöglichkeiten mitgebracht: Karte

Gefehlt haben mal wieder die Mülleimer am Strand! Die wenigen, die es gab, wurden ausgerechnet vor dem Drachenfestival abgebaut, so dass doch einiges im Sand landete. Muss nicht sein!

Wenn es nur nicht so weit wäre….!

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