Südschweden

 Mitte August bis Anfang September 2008

Nachdem wir ja doch recht weit im Süden wohnen, schien uns die Anfahrt nach Skandinavien einfach immer viel zu weit….  Als sich nun die Möglichkeit bot, ein hundefreundliches Wohnmobil mieten zu können, war uns klar:  der Norden soll es sein, genauer gesagt, Schweden.

Nun muss man vor einer Schwedenreise mit Hunden seine Hausaufgaben machen.  Tollwutgeimpft waren natürlich beide, doch für Schweden muss zusätzlilch eine Titerbestimmung her.  Emily hatte schon mehrere Tollwutimpfungen hinter sich, doch laut Erfahrungsberichten, würde die Einmalimpfung von Maja eventuell nicht ausreichen.

Also gingen wir rechtzeitig zur Blutabnahme und die Ergebnisse fand ich nun sehr interessant: Schweden verlangt einen Wert von 0,5. Maja hatte nach nur einer Impfung 0,8. Die 5jährige Emily dagegen nach ihren 5 Pflichtimpfungen hat einen Wert von 12,41!!!!!!

Ich bin nur froh, dass inzwischen die dreijährige Impfung akzeptiert wird, übrigens auch von strengen Ländern wie Schweden…..

Die Einfuhr der Hunde war dann keinerlei Problem, wir haben sie ganz offiziell am Zoll mit ihren Papieren gemeldet.

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Wir entschieden uns für die Strecke mit langer Fährenüberfahrt von Travemünde nach Trelleborg.  Das erspart viel Fahrerei über Dänemark und so eine Fährenüberfahrt ist eine entspannende Sache.  Wir hatten eine günstige Tageskabine gemietet, in der wir die Hunde auch mal zurücklassen konnten.

Danach ging’s die Küste entlang hoch bis Oskarshamn und dann mit der Fähre hinüber nach Gotland:

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Dort besuchten wir Freunde und blieben insgesamt sechs Übernachtungen auf der Insel.  Es war schon recht herbstlich, was für lauter einsame Wohnmobil-Übernachtungsplätze und immer wieder wunderbare Lichtstimmungen sorgte:

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Die gotändischen Felsformationen, Rauken genannt, faszinierten auch unsere Hunde:

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Auch die dortigen Gotlandschafe durften sie hautnah kennenlernen.  Leider waren die nun von unseren Hunden überhaupt nicht beeindruckt und so aufdringlich, dass wir letztere retten mussten Wink:

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Auf Gotland hatten wir auch Zeit, einige der zahlreichen Caches zu suchen und zu finden:

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Dann ging es wieder per Fähre direkt nach Stockholm.  Wir parkten so, dass wir die Stadtbesichtigung per Fahrrad und zwei Hunden (!) machen konnten.  Leider erwischte uns in Stockholm ein unangenehmer Nieselregen und in Schweden darf man mit Hund kein Restaurant betreten….

Weiter ging’s die Schärenküste südlich Stockholms runter bis Västervik.  So wunderschön die Schären auch waren….

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….ich vermisste jedoch zunehmend breite Strände mit Gezeitenhub.  Also entschlossen wir uns spontan, über Dänemark zurückzufahren.  Quer durch Schweden fuhren wir nach Göteborg und nahmen die Fähre nach Fredrikshavn in Dänemark.  Weiter ging’s an der dänischen Nordseeküste entlang zurück nach Deutschland:

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Wir haben auf der ganzen Reise übrigens kein einziges Mal auf einem Campingplatz übernachtet. Die einsamen Plätzchen, oft direkt am Wasser, waren immer viel attraktiver. Die Schweden haben überall Klos aufgestellt, nur das Duschen war im engen Wohnmobil nicht das reinste Vergnügen.

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Mücken hatten wir an der Südküste und auf Gotland überhaupt keine, erst in den Schären gab es welche. Aber tagsüber draußen bemerkten wir sie nie und abends musste halt die Fliegenschutztür am Wohnmobil zu sein.

Schweden empfanden wir allerdings nicht als ein wirklich hundefreundliches Land. Wir sahen keinen Badeplatz, an dem nicht ein deutliches Hundeverbotsschild war. Das konnten wir zwar Ende August ignorieren, die schwedische Saison (bis Mitte August) würde ich allerdings mit Hund eher meiden.

Der Leinenzwang wird von den Schweden sehr pflichtbewusst überall befolgt und meine beiden hatten in über zwei Wochen nicht  ein einziges Mal eine Gelegenheit, mit einem schwedischen Hund wirklich Kontakt aufzunehmen. Ich war froh, zwei Hunde zu haben, denn meine “Kleine” alleine hätte unter so wenig Hundekontakt gelitten.
Es muss ein Traumurlaub für jemanden mit Hund sein, der, aus welchen Gründen auch immer, keinen Hundekontakt will!!!

Mir fiel auf, dass die Schweden fast ausschließlich Rassehunde an der Leine führen. Vielleicht, weil eben Hunde nicht so gern gesehen werden, entscheidet man sich dann für einen Rassehund, wenn man schon nicht ohne Hund leben kann…..???

Erst in Dänemark, vor allem im deutschlandnahen Süden, sahen wir dann all die netten, freilaufenden deutschen Mischlinge Smile

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