Rassestandard

Emily, 7,5 Jahre alt

“Physical beauty may be in the eye of the beholder,
but inner beauty is something that shines from inside and no one can deny it.”
Nishan Panwar

Zuerst die knappe Version 😀 :

<<Wie dem kurzen Haarcollie aussieht, so von draußen: Dem kurzen Haarcollie is schlau, also so im Brain, ey der weiß voll viel so, und passt auf und läuft immer rum so. Wenn du den so siehst, so von außen, denksu dir so: Krrass, voll der kurze Haarcollie und mit schlanke Hüfte und schöne Ohren und mit Knick oben drin und lange Beine – krass. Aber: Muss auch alles so sein, sonst sagt der Richter „Schei…“ und so, „ey, die Ohren sind ja nicht mit Knick…“ und so. Dem kurzen Haarcollie kann auch arbeiten, tut er aber nicht immer. Korrekt so, Collie!>>
Vielen Dank für diese Neufassung, Sonja Schürmann!

Der ausführliche NEUE Collliestandard 😉 :

Der Collie wird treffend beschrieben, als ein intelligenter, couragierter, wunderschöner, eleganter Showhund. Er besitzt den Habitus eines Modemannequins, das Gebäude eines Olympiaathleten und das Gehirn eines Genies. Damit ist aber im Grunde noch nicht viel über den Hund gesagt.

Der Kopf: Der Colliekopf ist von großer Wichtigkeit. Ohne ihn verliert der Hund seinen gesamten Ausdruck und stößt sich an Gegenständen. Hunde ohne Kopf sollten nur unter Allroundern ausgestellt werden. Spezialrichter neigen doch dazu, das Fehlen eines Kopfes zu bemerken.

Die Schnauze: Eine solche sollten ebenfalls alle Collies besitzen. Die Schnauze sollte unter den Augen beginnen und mit einer Nase enden. Sie sollte nicht zu spitz sein, denn sonst könnte ein Richter den Hund für einen Saluki halten. Auch sollte sie nicht zu schwer und kräftig sein, da der Hund ansonsten als Sieger einer Golden Retriever-Klasse hervorgehen könnte.

Die Zähne: Sie sollten weiß sein und weder zu weit hinein- noch herausragen. In dem Fall, das sie grau oder schmutziggelb geworden sind, wird eine mit einer Drahtbürste aufgetragene Mixtur aus Sand und Ajax diesen im Nu zu altem Glanz verhelfen. Möglicherweise kommt es zu Zahnfleischbluten, aber der Standard erwähnt nichts Nachteiliges hierzu.

Die Augen: Sie sollten geöffnet sein und es sollten davon zwei vorhanden sein. Beide sollten in die gleiche Richtung blicken. Tun sie dieses nicht, sollte man den Hund darauf trainieren, die Augen doch geschlossen zu halten.

Die Ohren: Auch hiervon sollten zwei vorhanden sein, eines auf jeder Seite des Kopfes. Sie sollten keinesfalls so groß sein, daß ein ordentlicher Windstoß den Hund vom Boden abheben läßt. Hunde mit zu kleinen Ohren, oder gar keinen Ohren, können Schwierigkeiten mit dem Hören haben.

Der Hals: Er sollte lang, kräftig und gewölbt sein und sich vorzugsweise am vorderen Ende des Körpers befinden. Es grassiert das gehörige Mißverständnis, daß schon die direkte Verbindung von Kopf und Körper als Nacken bezeichnet wird. Hunde ohne Hals können an Unterernährung leiden, verursacht durch die Schwierigkeit Futter vom Mund in die Magenregion weiterzuleiten.

Die Beine: Der Collie sollte vier Beine haben, eines an jeder Ecke. Sie sollten lang genug sein, um den Boden zu erreichen. Tun sie dieses nicht, hat man ein Problem. Es ist ebenso wünschenswert, daß alle vier Beine die gleiche Länge haben, andernfalls wird der Hund schief laufen. Menschen, die in hügeligen Regionen leben, werden gelegentlich bemerken, daß die Beine ihrer Hunde auf einer Seite etwas kürzer als auf der anderen Seite sind. Die einzige Lösung für dieses Problem ist, in eine flachere Gegend umzuziehen. Am Ende eines jeden Beines sollte sich ein Fuß befinden. Hunde mit Füßen, die in eine entgegengesetzte Richtung gehen, haben ein Problem, welches sehr schwer zu korrigieren ist.

Der Körper: Er verbindet die Front des Hundes mit dem Hinterteil. Hunde ohne Körper sollten nicht ausgestellt werden, noch sollte mit ihnen gezüchtet werden. Hunde, deren Körper sich zu nah in Bodennähe befindet, haben ebenfalls ein Problem. Dieses gilt insbesondere für säugende Hündinnen.

Die Rute: Alle Collies sollten eine Rute haben und sie sollte sich am gegenüberliegenden Ende vom Kopf befinden. Um die Hundebesitzer dazu zu befähigen, zu Fütterungszeiten zwischen dem Kopf- und dem Hinterteil zu unterscheiden, ist die Rute mit einer weißen Spitze markiert.

Das Temperament: Der Collie darf niemals scheu, mürrisch oder brummig sein, ausgenommen wenn Fahrkartenkontrolleure ihre Runde machen. Einen Richter zu beißen, auch wenn z.B. bei einer Zweitplatzierung gerechtfertigt, wird mißbilligt. Ringhelfer zu beißen, mag durchaus zulässig erscheinen, da diese normalerweise ersetzbar sind.

Farbe und Abzeichen: Der Collie kann schwarz, rot, weiß, blau oder gelb sein bzw. jedmögliche Kombination dieser Farben aufweisen. Es muß aber darauf hingewiesen werden, daß unter den Richtern die Neigung herrscht, Sables, Tricolours oder Blue Merles mit weißer Halskrause zu bevorzugen. Wie auch immer, sollte man einen anderen Farbschlag besitzen, gilt es geduldig abzuwarten, bis ein Spezialrichter selbigen Farbschlag züchtet. Als Experte wird er einen guten Collie erkennen, wenn er ihn sieht.

Disqualifikationen: Bei allen künstlichen Mitteln, die der Täuschung des Richter dienen, z.B. Prothesen, falsche Zähne, Glasaugen oder angeklebtes Fell (besonders wenn es beim Vorführen ausgeht). Ferner wenn der Umstand vorliegt, daß der Hund von etwas nur ein Exemplar zu hat, wenn da zwei vorhanden sein sollten, bzw. gar drei davon hat oder gar keines. Hündinnen sollten so trainiert werden, daß sie unbeteiligt wirken.

Fehler: Kein Collie hat irgendwelche Fehler, die es wert sind, erwähnt zu werden.

***Freie Übersetzung des Originaltextes THE NEW COLLIE STANDARD (Autor unbekannt) durch Gabriele Bischof***

 

Manche Richter bevorzugen allerdings folgenden Standard:

Rassestandard Kurzhaarcollie
FCI-Standard-Nr. 296 vom 19.10.1988 • Ursprungsland: Großbritannien

Allgemeines Erscheinungsbild: Ein Hund mit viel Intelligenz, Wachsamkeit und Aktivität. Ist voller Würde, diese wird durch den perfekten Körperbau unterstrichen, wobei kein Teil unharmonisch sein darf. Insgesamt erscheint er fähig zum Arbeiten.

Charakteristika: der Körperbau ist geprägt von Kraft und Aktivität, er ist frei von Plumpheit und ohne jede Spur von Grobheit. Der Ausdruck ist von größter Wichtigkeit. Betrachtet man die hierfür relevanten Merkmale, so wird er geprägt durch die vollkommene Ausgewogenheit und die richtige Zusammensetzung von Schädel und Vorgesicht, durch Größe, Form, Farbe und Sitz der Augen und durch korrekt angesetzte, richtig getragene Ohren.

Wesen: Fröhlich und freundlich, niemals nervös oder aggressiv.

Kopf und Schädel: Die Besonderheit des Kopfes ist von großer Wichtigkeit; er muß im Verhältnis zur Größe des Hundes betrachtet werden. Von vorn oder von der Seite gesehen gleicht der Kopf einem gut abgestumpften, sauber geschnittenen Keil mit glatten Außenlinien. Der Schädel ist flach und verjüngt sich an den Seiten allmählich in einer glatten Linie von den Ohren bis zur Spitze der schwarzen Nase, ohne daß die Wangenknochen hervorstehen und ohne daß der Fang dünn und spitz wirkt. Im Profil betrachtet, verlaufen die obere Linie des Schädels und die des Vorgesichts parallel und gerade und sind gleich lang. Sie werden durch einen leichten, jedoch wahrnehmbaren Stop oder Absatz geteilt. Der Mittelpunkt zwischen den inneren Augenwinkeln (der gleichzeitig das Zentrum eines korrekt plazierten Stops ist) stellt den Mittelpunkt einer ausgewogenen Kopflänge dar. Das Ende des glatten, gut abgerundeten Vorgesichts ist stumpf, niemals quadratisch. Unterkiefer kräftig und gut geformt. Die Tiefe des Schädels, von den Augenbrauen zur Unterkante des Unterkiefers hin, darf niemals übermäßig sein (insgesamt nicht tief). Nase grundsätzlich schwarz.

Augen: Sehr wichtiger Punkt, sie geben dem Hund den lieblichen Ausdruck. Mittelgroß (auf keinen Fall sehr klein), etwas schräg eingesetzt, mandelformig und von dunkelbrauner Farbe, ausgenommen bei den Blue-merles, bei denen die Augen häufig (eines oder beide ganz oder eines oder beide teilweise) blau oder blaugefleckt sind. Der Ausdruck ist voller Intelligenz, mit einem lebhaften und wachsamen Blick beim Lauschen.

Ohren: Mäßig groß, breiter am Ansatz, weder zu nahe beieinander auf dem Schädel, noch zu weit voneinander entfernt angesetzt. In der Ruhe zurückgelegt, jedoch sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird, nach vorne gebracht und halbaufrecht getragen; d.h. annähernd zwei Drittel des Ohres stehen aufrecht und das obere Drittel kippt auf natürliche Art nach vorne bis unter die waagrechte Linie der Kippfalte.

Fang/Gebiss: Die Zähne sind von guter Größe. Kiefer kräftig, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, d.h. wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals: Muskulös, kraftvoll, von angemessener Länge, gut gebogen.

Vorhand: Schultern schräg und gut gewinkelt. Vorderläufe gerade und muskulös, wobei die Ellenbogen weder nach innen noch nach außen drehen, mit mäßig starken Knochen. Vorderläufe etwas „fleischig“, die Vorderfußwurzelgelenke sind geschmeidig und ohne Schwäche.

Körper: Im Vergleich zur Schulterhöhe etwas länger, Rücken gerade und fest mit leichter Wölbung über der Lendenpartie. Rippen gut gewölbt. Tiefe Brust, dabei hinter der Schulter ziemlich breit.

Hinterhand: Oberschenkel muskulös, trocken und sehnig unterhalb der gut gewinkelten Kniegelenke. Sprunggelenke tief stehend und kraftvoll.

Pfoten: Oval, mit gut gepolsterten Sohlen. Zehen an den Vorderpfoten gut, an den Hinterpfoten etwas weniger aufgeknöchelt und dicht zusammenstehend.

Rute: Lang, ihr Knochenende reicht mindestens zu den Sprunggelenken. In Ruhe wird sie tief mit leicht aufgebogener Spitze getragen. Bei Erregung kann sie höher, jedoch niemals über dem Rücken getragen werden.

Gangart/Bewegung: Ein unverkennbares, charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Ein gut gebauter Hund dreht niemals die Ellenbogen aus, dennoch kommen sich die Vorderpfoten in der Bewegung verhältnismäßig nahe. Strickendes, kreuzendes oder rollendes Gangwerk ist höchst unerwünscht. Von hinten betrachtet stehen die Hinterläufe von den Sprunggelenken zum Boden parallel. Von der Seite gesehen, ist die Bewegung fließend. Hinterläufe kraftvoll mit starkem Schub. Ein entsprechend raumgreifender Schritt ist erwünscht, dieser sollte leicht und mühelos sein.

Haarkleid: Kurz, flach, Deckhaar von harter Struktur, mit dichter Unterwolle. Darf nicht getrimmt oder geschnitten werden.

Farbe: Drei anerkannte Farben: zobelfarben-weiß, tricolour und blue-merle.

Zobelfarben: Jede Schattierung von hellem Gold bis zum satten Mahagoni oder schattiert zobelfarben. Helle Stroh- oder Cremefarbe ist höchst unerwünscht.

Tricolour: Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen. Ein Rostschimmer im Deckhaar höchst unerwünscht.

Blue-merle: Vorwiegend klares, silbriges Blau, mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung. Satte lohfarbene Abzeichen sind erwünscht, ihr Fehlen sollte nicht bestraft werden. Große schwarze Flecken, Schieferfarbe oder ein Rostschimmer sowohl im Deckhaar als auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht.

Weiße Abzeichen: Alle vorgenannten Farben können die für den Collie typischen weißen Abzeichen mehr oder weniger aufweisen.
Folgende Zeichnung ist vorteilhaft: ganz oder teilweise weiße Halskrause, weiße Brust, Läufe und Pfoten, weiße Rutenspitze. Auf dem Vorgesicht und/oder am Schädel darf eine Blesse vorhanden sein.

Größe/Gewicht:
Widerristhöhe: Rüden: 56 bis 61 cm, Hündinnen: 51 bis 56 cm.
Gewicht: Rüden: 20,5 bis 29,5 kg, Hündinnen: 18,0 bis 25,0 kg.
Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Quelle: CfBrH